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Uganda, Kampala
Uganda Skateboard Union

skate-aid Support seit 2010

Checkt die aktuellen Reiseberichte von Titus & Torben!


 

Die Situation

Uganda ist eines der Länder, in dem noch immer Kindersoldaten rekrutiert, entführt und versklavt werden. In der Hauptstadt Kampala, haben die Menschen noch andere Probleme. HIV, Arbeitslosigkeit, Hunger und fehlende sinnvolle Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche etwa. In dem Slumgebiet Kitintale wohnen knapp 20.000 Menschen. Viele davon können sich nicht mehr als eine Mahlzeit täglich leisten. Oft auch nur eine Tasse Tee. Aber ein Gesprächsthema mit Hoffnungsschimmer macht die Runde im ganzen Slum, sogar in ganz Uganda. Es soll doch wirklich Menschen geben, die sich auf einem Brett fortbewegen und sogar Sprünge damit machen. Sogar Rampen haben sie sich selbstständig gebaut. Die Uganda Skateboard Union startete mit zehn Jugendlichen und schreibt seitdem eine Erfolgsstory der Hoffnung und Lebensfreude.

Nach Berichten auf BBC und in verschiedenen Skate-Magazinen nahmen wir von skate-aid im Juli 2010 Kontakt zu der Uganda Skateboard Union auf. Dieses Projekt besteht bereits seit 2006 und passt perfekt in unsere Planungen, langfristig eine ostafrikanische Skateboardmeisterschaft mit den angrenzenden Ländern Kenia und Tansania zu organisieren. Zudem wird Douglas von der Union der erste Skateboardtrainer bei unserem Projekt in Tansania.

Im August 2010 besuchte unser Vorstand und Afrika-Projektleiter Torben Oberhellmann im Rahmen der Tansania-Planungen die Uganda Skateboard Union. Den Reisebericht findet Ihr hier ...

Nach mehreren Tagen im Slumgebiet wurde Torben und uns von skate-aid klar: Die Uganda Skateboard Union macht einen grandiosen Job und wird ein von skate-aid unterstütztes Projekt. Am letzten Tag des Besuchs organisierten Torben und Jake noch einen Skate Jam mit Musik und anschließender Party für die gesamte Gemeinde.

Die bereits 2006 selbstständig gebauten Rampen des ersten Skateboardparks in Uganda müssen dringend renoviert werden. Zudem wächst die Zahl der Jugendlichen stetig, die an dem Projekt teilnehmen wollen. Die Uganda Skateboard Union bietet zurzeit über 50 Jugendlichen ab 12 Jahren im Slumgebiet Kitintale in Kampala täglich die Möglichkeit gemeinsam Skateboard zu fahren. Darüber treten die Jugendlichen in den sozialen Kontakt zu Gleichgesinnten und ihre psycho-bio-soziale Gesundheit wird gestärkt. Hauptprobleme in dem Bezirk sind die Bildungsarmut, Arbeitslosigkeit, Krankheiten wie HIV und Drogenmissbrauch. Eine Regel bei Uganda Skateboard Union ist folglich: Schule und Arbeit geht vor, wer betrunken, bekifft oder auch mit einer Zigarette zum Park kommt fliegt raus - und bei Wiederholung auch aus der Union. Denn nur wer seinen Körper und Geist fit hält, kann ein guter Skater werden.


 

Das leistet skate-aid / Unsere Ziele

1) Renovierung der bereits vorhandenen Skateboardanlage im Slumgebiet "Kitintale" der Hauptstadt Ugandas (Kampala), um das Verletzungsrisiko der Jugendlichen durch marode Rampen zu verringern.

2) Erweiterung der Skateboardanlage von 150m² auf 350m²: um immer mehr interessierten Jugendlichen den erforderlichen Raum zu geben.

3) Durch die Errichtung eines Büros und Lagerraumes muss der Projektleiter der Uganda Skateboard Union nicht mehr seine Ein-Zimmer-Privathütte zur Verfügung stellen. Dadurch wird gleichzeitig erreicht, dass weitere Skateboardkurse von angeleiteten Helfern angeboten werden können, auch wenn der Projektleiter nicht vor Ort ist.

4) Versand von Skateboard-Hardware und wichtigen Schutzausrüstungen, denn in Uganda gibt es keine Skateboardindustrie, bei der Material besorgt werden könnte.

Die Projektvorbereitung wird in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen in Uganda durchgeführt. Nach den Bedürfnissen vor Ort und Einbeziehung der Jugendlichen erstellen wir von skate-aid die Baupläne. Dann werden Skateboards und Schutzausrüstungen nach Uganda versendet. Sobald wir genug Spendengelder gesammelt haben, fliegen wir nach Uganda: befreien die Skateboards aus dem Zoll, begleiten den Bau der Anlage, überwachen die Finanzierung vor Ort.
Parallel wird das pädagogische Konzept überarbeitet. Um die Kosten gering zu halten und das Gefühl der Selbstverwirklichung zu schaffen, berücksichtigen wir die Wünsche der Jugendlichen in den Planungen. Zudem sollen die Jugendlichen, die keine Schulausbildung genießen können oder keinem Erwerb nachgehen, die Bauarbeiten unterstützen und so grundlegende Fähigkeiten des Handwerks erlernen. Und das fördert wiederum die Jobaussichten.

Mehr Eindrücke gibt es im Reisebericht.

Video anschauen: Ein Skatepark in Uganda