skate-aid

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Südafrika, Kapstadt
Sentinel Boardriders

skate-aid Support seit 1999


 

Die Situation

Diebstahl, Gangs, extreme Wetterverhältnisse!

Diese doch recht negativen Eigenschaften sorgten leider dafür, dass in Zusammenarbeit mit Sentinel Boardriders unser erster afrikanischer Skatepark fast dem Ende geweiht war. 

Der Skatepark ist ja eigentlich wunderschön direkt an der Bucht Hout Bay´s gelegen. Der letzte Winter und der Aspekt, dass Salzwasser & Sand und nicht die besten Freunde von Holzrampen sind, haben uns doch mehr zu schaffen gemacht als anfangs gedacht. Damals hatte uns aber die Stadt leider nur eine Förderung für einen Holzpark zugesagt. Inzwischen sind uns auch die Gründe bekannt. Politiker von damals sind zufällig im dem gleichen Gremium, welches darüber entscheiden sollte, ob das Sozialzentrum, wo auch der Skatepark steht, zu einem Mega Supermarkt Zentrum ausgebaut werden sollte. Wie seltsam! Diesem konnte aber erstmal entgegen gewirkt werden. Also das Wetter hat ganz schön an den Rampen genagt. Schaut euch auch die Fotos des Sandes auf dem Park an. Puh!

Die ersten Reparaturen wurden schnell durchgeführt. Jedoch anscheinend unter den Augen von Personen, die sich bereits die Finger leckten. Während wir in den ersten Monaten noch auf unseren Obdachlosen Jeffery als Bewacher der Anlage zählen konnten – als Gegenleistung konnte er unter den Rampen schlafen – hatte dieser auch bald die Schnauze vom Wetter voll und zog weiter. Leider somit auch unser Sicherheitssystem.

Als die Rampen gerade wieder repariert waren, haben Unbekannte den Zaun aufgeschnitten und alles Nützliche wurde mit Präzision demontiert. Nach einer langen Regen- und Sturmphase war es dann hinüber mit dem Park. Weiter kamen persönliche Schicksalsschläge der Verantwortlichen vor Ort dazu. Und als dann noch zuletzt unser Büro aufgeknackt wurde und zu der Beute Skateboards, Computer und Einrichtungsgegenstände zählten, war unsere Motivation und Einsatzbereitschaft für diesen Standort erstmal mehr als aufgebraucht.

Die Schuld möchten wir nicht den Gangs geben, denn diese und die Bewohner aus den Townships sind auf „Mundraub“ angewiesen, um einigermaßen überleben können. Das Problem liegt an den Nachwirkungen der Apartheid und dem aktuellen System der Politik. Aber genau deshalb ist es wichtiger denn je, dass wir uns vor Ort weiter engagieren. Man lernt ja bekanntlich aus seinen Fehlern und nun gehen wir mit unseren Erfahrungen umgehend neue Projekte an.

Aktuell werden wir Anfang Mai in dem Zentrum für Straßenkinder der Salesianer Don Bosco eine Miniramp errichten. Das ist die Projektphase I von einem Gesamtkonzept für Kapstadt. So stehen uns bereits jetzt mehrere Gelände zur Verfügung, um unsere soziale Arbeit über das Skateboarding auszubauen.
Dabei sind unter anderem die Ziele über das gemeinsame Skateboarden das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen für Gemeinschaft fördern. Durch Workshops, Skateboard-Kurse und Umweltaktionen werden ihnen - in einem von Langeweile geprägten Alltag - Alternativen zu Gewalt, Gangstertum und Drogen gezeigt. Erschwert wird dies durch eine heikle politische Lage, Korruption, Armut, AIDS und (bedingt auch) durch Differenzen aus Zeiten des Apartheidregimes.


 

Das leistet skate-aid

Vor-Ort-Betreuung
Unser skate-aid-Aktivist Torben Oberhellmann begleitete das Projekt im 2008 vor Ort und war maßgeblich durch Know-how und Manpower an der Realisierung des Skateparks beteiligt. Derzeit suchen wir nach einem passenden Gelände für einen neuen Indoor-Skatepark.

Fundraising: Geld- und Sachspenden
Die Kids benötigen die Basics – von Skateboards über Safety Gear bis hin zu Schuhen. Die ersten Boards konnten wir der Organisation schon übergeben und weitere Sendungen sind in Planung.

Know-how-Transfer: Öffentlichkeitsarbeit
Wir unterstützen Sentinel Boardriders bei der Konzeptentwicklung sowie der Netzwerkarbeit zu verschiedenen Organisationen und politischen Instanzen. Zudem liefern wir durch eine starke Präsenz in den Medien eine breite Plattform zur öffentlichen Wahrnehmung.