Kenia, Nairobi
Skateboarding Society of Kenya
skate-aid Support seit 2009
Ein Vorwort
Bereits seit 2009 unterstützen wir den skate-aid Aktivisten David Wichera, bei seinem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Waisenhaus Imani in Nairobi. Neben ihm haben wir die lokale Skateszene und eingetragene NGO „Skateboarding Society of Kenya“ in Form von Sachspenden unterstützt. Im Dezember 2010 sollte der skate-aid Einsatz für Kenia ein neues Level erreichen.
Kenia ist inzwischen das dritte Land, das wir in der ostafrikanischen Gemeinschaft unterstützen (neben Uganda, Tansania). Im November 2010 reiste unser Vorstand und Afrikaprojektleiter Torben Oberhellmann für zwölf Tage nach Nairobi, führte sehr erfolgreiche Gespräche mit Partnern, Architekten und Behörden. Zudem besuchte er das Projekt von Shangilia und zeigte den Kids schon mal die Basics des Skaten. Hier geht’s zu seinem Reisebericht
Die Situation:
In der drei Millionen Metropole Nairobi leben ca. 60% der Menschen in Slumgebieten. Davon ca. 100.000 in Kangemi. Es gibt kein fließendes Wasser, selten Elektrizität, die Hütten sind notdürftig aus Wellblech und Holz zusammen gezimmert. Nach Einbruch der Dunkelheit, sollte man sich auch als Local nur äußerst vorsichtig außerhalb seiner vier Wände bewegen. Schießereien, Prostitution, Überfälle gehören zum Alltag der Nacht. Viele der Bewohner arbeiten unter extrem schlechten Bedingungen und verdienen trotz Vollzeitbeschäftigung kaum genug, um ihre Familie zu ernähren. Im Slumgebiet ist HIV ein erhebliches Problem. Die Zahlen der Virusträger schwanken im Slum zwischen 50% und 90%.
Die Kinder sind diejenigen, die das meiste Leid zu tragen haben. Viele Kinder hauen von zu Hause ab. Sie suchen zunächst „ein weniger schlimmes Leben“ auf der Straße. Gründe sind Gewalterfahrungen in der Familie, kranke, drogensüchtige oder verstorbene Eltern. Wenn es noch einen Vater gibt, hat er oft die Familie verlassen und die Mutter kann die Kinder nicht ernähren, prostituiert sich und/oder schickt die Kinder zum Betteln in die Stadt.
Das leistet skate-aid
Im August 2010 nahm der Verein Shangilia Kontakt zu uns auf, berichtete von seinen Vorhaben. Shangilia bietet momentan 199 Straßenkindern in einem Kinderheim ein zu Hause. Ermöglicht ihnen eine Schulbildung und ein menschenwürdiges Leben. Das Kinderheim liegt am Rande von Nairobi (Kenia) im Slum Kangemi. Vor allem durch Akrobatik, Musik und Sport versucht man das Selbstbewusstsein der Kinder behutsam wieder aufzubauen.
Doch der Bedarf an Unterkünften für die aus der Gesellschaft ausgestoßenen Kinder steigt stetig. Darum startet Shangilia im April 2011 mit dem Bau eines neuen Kinderheims mit integrierter Schule. Die Hilfsorganisation „Cap Anamur“ hat bereits das Grundstück gekauft. Die deutsche Initiative „Ein Herz für Kinder“ übernimmt die Kosten für den Schulbau.
Shangilia hat uns bei skate-aid angesprochen, ob wir für die Kinder einen Skatepark errichten können. Im November 2010 begutachtete Torben Oberhellmann, skate-aid Vorstand und Projektleiter Afrika, das Projekt, und führte alle wichtigen Gespräche. Jetzt sind wir stolzer Partner des Vorhabens: Unser Ziel ist es, bis Ende 2011 den ersten kenianischen Skatepark zu realisieren. Der Park wird - wie unsere anderen Anlagen auch - multifunktional sein. So wird an den Park ein Basketballplatz angeschlossen.
Neben der wichtigen Arbeit für die Straßenkinder haben wir den großen Vorteil, dass es bereits eine Skateszene in Nairobi gibt. Die „Skateboarding Society of Kenya“. Diese unterstützen wir bereits seit 2009 und die Jungs und Mädels haben es schon richtig drauf. Schaut Euch das Video an:
Die Skater vor Ort werden aktiv mit unseren Architekten hier in Deutschland in die Planung des Parks einbezogen. Zudem sollen sie als Skateboardtrainer im Sportunterricht und im Freizeitbereich die Leitung übernehmen. Weiter schließen wir uns dem „Youth 2 Youth“ Programm an. Das bedeutet, jeder Nutzer des Parks soll Mitglied bei der „Skateboarding Society of Kenya“ werden, erhält gratis einen HIV-Test und kann weitere Angebote in den Bereichen Musik, Kultur oder Sport nutzen.





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