Deutschland, Dortmund

RuhrGames, Treffpunkt Stollenpark

Die Situation

Die Dortmunder-Nordstadt, die in den Medien oft als Ghetto oder Slum stigmatisiert wird, hat mit sehr vielen Problemen zu kämpfen. Sei es mit Armut, Flüchtlingen, dem Drogenmilieu, Prostitution, Gewalt in jeglicher Form, Banden oder Rechtsradikalismus. Jugendlichen in diesem Stadtteil muss aber trotzdem, oder gerade deswegen, eine Perspektive geboten werden.

Ein paar Minuten von der Dortmunder Innenstadt befindet sich die Nordstadt.  Mehr als die Hälfte der Menschen hier hat einen „Migrationshintergrund" - 43 Prozent haben keinen deutschen Pass. Zuerst kam die Dorfbevölkerung aus vielen Teilen Deutschlands, dann kamen Polen, später in den 1950er und 60er Jahren „Gastarbeiter" vor allem aus der Türkei. All diese Menschen sollten die nahegelegenen Zechen und Industriebetriebe im wachsenden Ruhrgebiet mit der dringend benötigten Arbeitskraft versorgen. So gründete man den neuen Stadtteil. Doch dieses Bild hat sich stark geändert, denn der Kohleabbau findet nicht mehr statt, so hält eine große Arbeitslosigkeit-Einzug in das Viertel. Mit 25% ist die Quote der Arbeitslosen fast doppelt so hoch wie die im städtischen Durschschnitt. Durch günstige Mieten und große migrantisch geprägte Gemeinschaften ist die Nordstadt vorallem für Einwanderer interessant. Die Menschen die aus fremden Ländern in die Nordstadt in Dortmund fliehen, entfliehen insbesondere der Arbeits- und Perspektivlosigkeit und Diskriminierung ihrer Heimatländer.

(Quelle: Felix Huesmann, Vice.com, 2016/06)

 

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