Mosambik, Maputo

Associação do Skate de Moçambique (ASM)

Die Situation

Mosambik, in Südostafrika gelegen, ist ein gespaltenes Land. Einerseits gehört die Wirtschaft Mosambiks zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Afrikas, anderseits leben immer noch 70 Prozent der Gesamtbevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von ca. 400 US-Dollar zählt Mosambik immer noch zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung gilt als unterernährt. Vor allem Naturkatastrophen führen neben Korruption und einer schlechten Infrastruktur immer wieder zu Rückschlägen in der Entwicklung des Landes. Rund 44 Prozent der Mosambikaner sind jünger als 14 Jahre; etwa die Hälfte aller Erwachsenen sind Analphabeten. Die Gesundheitsversorgung ist unzureichend und die HIV-Prävalenzrate unter Erwachsenen ist mit 12,5 Prozent landesweit besorgniserregend.

Laut UNICEF gibt es 1,5 Mio Waisen in Mosambik, davon allein 470 000 Kinder die ihre Eltern durch Aids verloren haben. Nur 6 Prozent der unter Fünfjährigen haben eine Geburtsurkunde. Millionen Kinder, die über kein Dokument verfügen sind Missbrauch, Kinderarbeit, Zwangsverheiratung und dem Dienst an der Waffe ausgesetzt, denn ohne Geburtsurkunde wird der staatliche Schutz nicht gewährleistet. Viele Kinder arbeiten auf Feldern, Märkten, als Schuhputzer oder als Kindersoldaten. Die wachsende soziale Ungleichheit und mangelnde Perspektiven führen dazu, dass viele Kinder einem erhöhten Kriminalitätsrisiko und der Bereitschaft von Drogenmissbrauch ausgesetzt sind.

 

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