11.02.2014

Skaten statt Ritalin

"Skaten statt Ritalin" startet in die nächste Runde

Das 2012 erfolgreich als Pilotprojekt von skate-aid und Praxis Dr. Dirksen & Franke gestartete Programm „Skaten statt Ritalin“ wird auch 2013/2014 fortgesetzt. Es richtet sich an Kinder und Jugendliche, die der Praxis bekannt sind und ein lebhaftes, impulsives, reizoffenes Verhalten zeigen. Sie nutzen das Skaten als ein alternatives oder ergänzendes Angebot zu den in der Praxis vorgehaltenen Therapieverfahren. Die Sparkasse Münsterland Ost unterstützt das Projekt und die Eltern der teilnehmenden Kinder beteiligen sich zu einem geringen Teil an den Kosten für den Kurs.

In den rund 20 wöchentlichen Skateworkshops lernen die Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren, sich mittels koordinativer Bewegung über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren. „Skaten fördert die Koordination und die soziale Kompetenz“, ist Skateboard-Pionier Titus Dittmann überzeugt. Außerdem, so Dr. Dirksen, steigert das Üben und auch das eine oder andere notgedrungene Misserfolgserlebnis zwischendurch die Frustrationstoleranz. Die Jungs erfahren Freude an körperlicher Anstrengung und das Erleben von Entspannung durch gelungenes Auspowern. Im Idealfall ­ und z.T. schon geschehen ­ trägt auch das Skaten dazu bei, dass eine bestehende Medikation abgesetzt werden kann. „Bei vielen Teilnehmern aus dem vergangenen Kurs war eine deutliche Verbesserung im Verhalten erkennbar“, erklärt Dr. Thomas Dirksen. Der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie evaluiert Verlauf und Endergebnis des Projekts, jeden Monat berichten die Kinder über ihre Erfahrungen und Meinungen. Auch die Eltern und Skateboard-Trainer Hauke Engelhardt sind einbezogen und berichten regelmäßig über die Fortschritte ihrer Schützlinge.

Weitere Infos und Online-Spende für das Projekt „Skaten statt Ritalin“ unter: www.betterplace.org/p14689