9.12.2013

Update aus Nairobi

"Das Lächeln der Kids ist der Wahnsinn"

Seit vier Monaten ist Ali Krick in Nairobi. „Das Skateboard-Programm läuft in vollem Gange. Jeden Tag skaten ca. 30 Kinder im Freizeitprogramm von Shangilia. Es wird immer wild gemischt, sodass möglichst viele Kids die Chance haben, sich auf dem Board auszuprobieren“, berichtet unser skate-aid-Aktivist.

Mittlerweile hat sich eine sogenannte ‚Learner’ und eine Fortgeschrittenen-Klasse gebildet, jeweils mit 15 Teilnehmern. Jeden Dienstag und Donnerstag übt Ali mit ihnen in einem zweistündigen Training Skateboarding und gibt ihnen Tipps. Außerdem lässt er gruppendynamische Spiele einfließen, damit die Kinder lernen, besser zusammenzuarbeiten. Der Dienstagnachmittag gehört den ganz jungen Kids aus dem Slum, um die sich sonst kaum einer kümmert. Zwei Jugendliche, die schon etwas besser skaten können, zeigen ihnen wie's geht.

Wenn am Wochenende die Schule geschlossen ist, ist der Park öffentlich zugänglich und es herrscht Hochbetrieb. Ali versucht dann auch Kindern aus dem umliegenden Slum Kibagare, das Skaten zu ermöglichen. Doch diese Aufgabe stellt sich als besonders schwer heraus. Denn viele der in Slums geborenen Kinder denken, es wäre ihnen nicht erlaubt, zum Skatepark zu kommen, weil sie von der Bevölkerung nicht geduldet werden. Deshalb bedarf es ein wenig der Überzeugungsarbeit. Ali: „Ich kann ohne Probleme 40 Slumkids reinholen und sie mit Skateboards ausrüsten, das klappt super. Man sieht einfach, dass Kinder nicht schlecht sind, man muss ihnen nur eine sinnvolle Beschäftigung und eine Perspektive bieten.“ Nach Absprache mit dem Pförtner (Askarie) ist der Einlass für die Kinder aus umliegenden Slums nun erlaubt und gewünscht. Vor allem jetzt in den Ferien sind vermehrt die Straßenkinder im Skatepark. Für die verbleibenden 1,5 Monate plant Ali noch einen Aktionstag für Mädchen.

Jedes einzelne Kind feiert seine individuellen riesigen Erfolge und von Tag zu Tag finden alle immer mehr Spaß am Skateboarden. Ali schreibt dazu: „Das Lächeln in den Gesichtern der Kids ist der Wahnsinn und egal wie beschissen ein Tag sein kann, danach geht es einem einfach gut, weil man weiß, dass es das Richtige ist, was man macht.“