„Bevor Ali uns verlässt, will ich skaten können!“

Interview mit Japheth Njenga, Leiter des Kinderheims Shangilia in Kenia

Kangemi, Nairobi. Rund 200 Kinder leben hier im Kinderheim von Shangilia. Der Verein bietet ihnen eine Unterkunft, Essen, Freizeitbeschäftigung und eine Ausbildung – eine Zukunft. Seit 17 Jahren arbeitet Japheth Njenga für Shangilia, zunächst als Freiwilliger, seit nunmehr elf Jahren als Leiter des Heims. Seine Motivation? Denen, die keine Hoffnung haben, Hoffnung geben. Zur Eröffnung des skate-aid-Skateparks wollten wir von dem 49-Jährigen wissen, wie er zum Skateboarden steht.

Können Sie skaten?
(lacht) Ich hab’s noch nie beherrscht, aber bevor Ali uns verlässt, muss ich skaten können!

Als Sie zum ersten Mal von dem Projekt Skatepark hörten, hielten Sie das für eine gute Idee?
Ich hielt es für eine sehr gute Idee, machte mir aber gleichzeitig Sorgen wegen der möglichen Verletzungen.

Was bedeutet Ihrer Meinung nach das Skaten für die Kids, macht es sie glücklich?
Shangilia ist auch ein Kunstzentrum, wir bieten den Kindern eine Bühne. Für uns spielt Akrobatik eine große Rolle. Deshalb war es nicht weiter schwer, diesen gut trainierten Kindern das Skateboarden nahe zu bringen, es war sogar sehr spannend. Das Skaten verbessert ihr Selbstbewusstsein, es treibt sie an, wenn besser situierte Menschen kommen, um ihnen zuzusehen und ihnen zu applaudieren.

Wie geht es jetzt nach der Eröffnung weiter mit dem Park?
Wir planen verschiedene Eintrittskategorien: Unsere Heimkinder, die Kinder aus dem Slum und Mitglieder der Skateboarding Society of Kenya haben freien Eintritt. Kinder und Jugendliche aus reicheren Familien sollen entweder jährlich für eine Mitgliedschaft bezahlen oder pro Besuch.

Warum arbeiten Sie für Shangilia?
Ich liebe es zu sehen, wie aus hilflosen, mutlosen Kindern vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft werden.