Hinfallen, aufstehen, weitermachen!

Am 23. April hatte Titus zum Skate-Event eingeladen: Elf Kinder des Düsseldorfer Kinderhilfezentrums kamen zu ihm ins „Skaters Palace“, um den ganzen Tag auf den wahren Brettern der Welt zu stehen und sich vielleicht ein paar Tricks vom deutschen Skateboardpapst abzuschauen. Keine halbe Stunde dauert es – schon stehen die Kinder auf ihren Skateboards und sausen durch die umgebauten Hallen der alten Fabrik. Dass die Hälfte von ihnen bis dato wohl noch nicht mal ein Brett in der Hand gehalten hat, scheint schnell vergessen. „Viele der Kinder sind eigentlich etwas ängstlich oder schüchtern. Aber hier auf den Skateboards werden sie mutig und versuchen, ihre Grenzen zu überschreiten“, sagt Stephan Siebenkotten-Dalhoff, Leiter des Kinderhilfezentrums Düsseldorf. Er kennt die teilweise schwierigen Lebensläufe der Zehn- bis 16-Jährigen und weiß, dass „einige von ihnen im Leben schon ziemlich böse gefallen sind und immer wieder aufstehen mussten.“

Hinfallen, aufstehen, weitermachen – diesen Dreiklang kennt auch Titus Dittmann nur zu gut. Schließlich musste der Vater der deutschen Skateboardszene auch schon so einige Stürze in Kauf nehmen und kennt daher die pädagogische Wirkung des Boards. „Seit mehr als 30 Jahren dreht sich bei mir nun alles um das Brett“, sagt Dittmann. „Und immer wieder hat sich bestätigt: Skateboarding verbindet und wirkt extrem sinn- und identitätsstiftend.“ Trainer Breyten, der die Kinder am Nachmittag in der Halle betreut, weiß genau wovon sein Chef spricht: „Skaten ist zwar kein Mannschaftsport. Aber nur in der Gruppe kannst du Spaß, Motivation und Erfolgsgefühle haben.“ Wie aber wird ein Unternehmer aus Münster auf Kinder in Düsseldorf aufmerksam, um auch sie zu motivieren? „Den Kontakt stellte die Stadtsparkasse Düsseldorf her, die sowohl unsere Stiftung des Kinderhilfezentrums als auch die Titus Dittmann Stiftung kennt“, sagt Vorstandsvorsitzender Michael Riemer. Als beratender Partner sei die Stadtsparkasse immer auf der Suche nach konstruktiven Stiftungskooperationen – und was liegt da näher, als Kinder zum Skaten zu bringen?